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Thailand: Vier Exzellenzzentren in Forschung und Lehre ausgewählt
In Bangkok/Thailand wird eines der vier Exzellenzzentren in Forschung
und Lehre gegründet: Die Außenwissenschaftsinitiative 2009 fördert
die Gründung von vier Exzellenzzentren weltweit. Eine Auswahlkommission
des DAAD unter Beteiligung des Auswärtigen Amtes hat am 04. Mai 2009 die
folgenden Standorte ausgewählt: Russland (Sankt Petersburg), Thailand (Bangkok),
Chile (Santiage de Chile) und Kolumbien (Santa Marta).
Die Förderung ist als Anschubfinanzierung konzipiert. Mittelfristig wird erwartet,
dass die über den DAAD ausgezahlten Beiträge durch Beteiligung der deutschen
Wirtschaft /durch Einwerbung von Forschungsmitteln reduziert werden können.
Langfristig sollen sich die Zentren selber tragen.
Exzellenzzentren sind Kooperationen in Forschung und Lehre zwischen einer deutschen
Hochschule und einem ausländischen Partnerinstitut. Sie haben das Ziel, exzellente
ausländische Wissenschaftler und ausländische Spitzenforschung mit der deutschen
Forschung zu vernetzen.
Die deutsche Forschung und Lehre soll Impulse aus dem Ausland erhalten und das globale
Netzwerk der Spitzenforschung eng mit Deutschland verknüpft werden. Deutschland
soll bei wissenschaftlichen Entwicklungen im Ausland „an der Quelle“ beteiligt sein.
Technisch geschieht dies durch ein gebündeltes Instrumentarium der akademischen
Zusammenarbeit: Austausch von Lehrkräften und Nachwuchswissenschaftlern,
Sprachlernangebote, Einwerben von Stiftungslehrstühlen der deutschen Wirtschaft.
Konzentration auf wissenschaftliche Brennpunkte.
Bangkok/Thailand
In Bangkok wird an der
Thamasat University ein Exzellenzzentrum mit Schwerpunkt Rechtswissenschaften
unter Leitung der
Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt am Main aufgebaut.
Sankt Petersburg/Russland
Das künftige Zentrum an der Staatlichen Universität in Sankt Petersburg wird
von hochrangigen deutschen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
unter Federführung der Freien Universität Berlin mit Schwerpunkt auf den Naturwissenschaften errichtet.
Santiage de Chile/Chile
In Santiago de Chile kooperiert die Universität Heidelberg mit der Universidad de Chile
und der Pontificia Universidad Católica und weitet die im "Heidelberg
Center Lateinamerika" bereits bestehende Zusammenarbeit mit diesen beiden
Universitäten auf weitere Wissenschaftsbereiche aus: Medizinische Physik und
Informatik, Geo-/Umweltwissenschaften sowie Astronomie. Der Fokus liegt auf
der Nachwuchsförderung und Nachhaltigkeit.
Santa Marta/Kolumbien
In Kolumbien wird die Universität Gießen mit der Universidad Nacional,
der Universidad de Antioquia in Medellín und der Universidad del Valle
in Cali ein auf den Bereich Meereswissenschaften spezialisiertes Zentrum
mit Sitz in Santa Marta einrichten, das sich durch ein praxisorientiertes
internationales Ph.D.-Programm auszeichnen soll.
Quelle:
Webseite des Auswärtigen Amtes, Stand 15.05.2009
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